Allgemeine Informationen

Hier erfahren Sie mehr über die Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung

Was ist eine Abhängigkeits- bzw. Suchterkrankung?

Eine Sucht ist eine chronische Erkrankung. Betroffene verlieren dabei die Kontrolle über den Konsum einer Substanz, wie zum Beispiel Alkohol. Ein maßvoller Gebrauch der Substanz ist dann oft nicht mehr möglich.
Hören sie abrupt auf, die Substanz zu konsumieren, erleben sie körperliche Entzugserscheinungen. Oft werden diese dann durch den erneuten Konsum unterdrückt.
In verschiedenen Situationen kann bei abhängigen Personen sogenannter „Suchtdruck“ auftreten. Damit ist ein sehr starkes Verlangen gemeint, die Substanz schnellstmöglich zu konsumieren.
Die Menge der konsumierten Substanz steigert sich meistens mit der Zeit. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass eine körperliche Gewöhnung an die Substanz entsteht. Der Giftstoff wird dadurch schneller abgebaut, was die eintretende Wirkung verringert (Toleranzentwicklung).
Abhängigkeitserkrankungen ziehen fast immer Folgen nach sich, wie etwa Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder dessen Verlust, Führerscheinentzug oder auch finanzielle Schwierigkeiten. Trotz solcher Schwierigkeiten ist es meist nicht möglich, einfach mit dem Konsum aufzuhören – häufig, obwohl die Betroffenen es eigentlich möchten.

Was ist ein Alkoholentzug?

Bei einer Alkoholabhängigkeit treten körperliche Symptome auf, wenn der Konsum des Alkohols beendet wird. Zu diesen Symptomen gehören Zittern, Schwitzen, Herzklopfen und viele andere. Neben diesen unangenehmen Erscheinungen können jedoch auch lebensbedrohliche Zustände, wie ein Entzugsdelir oder Krampfanfälle auftreten. Deshalb sollten Betroffene keinen „kalten Entzug“, d.h. ein plötzliches Absetzen des Alkohols ohne medikamentöse Unterstützung, durchführen.
Ein Alkoholentzug sollte unbedingt medizinisch begleitet und überwacht werden, damit er ohne Komplikationen verlaufen kann. Der stationäre Alkoholentzug wird von allen Krankenkassen übernommen.
Mit Hilfe von angemessen dosierten Medikamenten können Sie sich nicht nur vor Folgeschäden bewahren, sondern erleben auch die Entzugserscheinungen in deutlich geringerem Maße, sodass Sie während der Behandlung nicht unnötig leiden müssen.
Das Klinikum Wahrendorff bietet Ihnen über eine Entzugsbehandlung hinaus auch therapeutische Angebote. Erfahren Sie mehr

Wie kann eine Alkoholabhängigkeit behandelt werden?

Sollten Sie feststellen, dass Sie Hilfe benötigen, können Sie diese in einem Krankenhaus, wie dem Klinikum Wahrendorff, bekommen. Ambulante Angebote im Bereich von Suchterkrankungen gibt es zwar viele, einen Alkoholentzug sollten Sie jedoch möglichst stationär durchführen, um eine engmaschige Überwachung der Vitalparameter (Blutdruck, Puls etc.) zu gewährleisten, damit Ihnen im Entzug nichts zustößt.
Da eine Suchterkrankung keine rein körperliche Erkrankung ist, ist es meist unerlässlich, auch psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. So steigt die Chance auf eine längerfristige Abstinenz.
Im Klinikum Wahrendorff bieten wir Ihnen deshalb eine sogenannte „Qualifizierte Entgiftung“ an, die beide Komponenten enthält.
Hier können Sie mehr über unsere Therapieangebote erfahren

 Bin ich alkoholabhängig?

Bin ich alkoholabhängig?

Es kursieren viele Meinungen und Gerüchte über Abhängigkeitserkrankungen. Wenn Sie sich fragen, ob Sie ein Alkoholproblem haben, ist es oft ratsam, sich an einen Experten zu wenden. Ein erster Anlaufpunkt kann eine Beratungsstelle oder Ihr Hausarzt sein. Die ICD-10, das Klassifikationssystem, das für alle Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland verbindlich ist, nennt sechs Kriterien, von denen mindestens drei innerhalb eines Monats erfüllt sein müssen, damit die Diagnose „Alkoholabhängigkeit“ gestellt werden kann. Diese sechs Fragen (orientiert an den offiziellen Kriterien) können Sie selbst sich stellen, wenn Sie einen ersten Anhaltspunkt haben möchten, ob Sie vielleicht alkoholabhängig sind:
  • 1. Haben Sie manchmal ein sehr starkes Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren?
  • 2. Verlieren Sie manchmal die Kontrolle darüber, wieviel Alkohol Sie trinken oder können sich nicht an ein zuvor gesetztes Limit halten?.
  • 3. Merken Sie Symptome wie Zittern, Schwitzen oder innere Unruhe, wenn Sie weniger oder keinen Alkohol mehr trinken?
  • 4. Steigert sich die Menge des von Ihnen konsumierten Alkohols mit der Zeit?
  • 5. Bemerken Sie ein abnehmendes Interesse an anderen Aktivitäten als dem Konsum von Alkohol oder vernachlässigen Sie andere Lebensbereiche (Familie, Beruf, Hobbys)?
  • 6. Hat der Konsum von Alkohol in Ihrem Leben Schäden angerichtet (körperliche Probleme oder Erkrankungen, Beziehungskonflikte, Probleme am Arbeitsplatz) und Sie können dennoch nicht aufhören?
Wenn Sie mindestens drei der Fragen mit Ja beantworten, ist es sehr ratsam, dass Sie sich Hilfe holen.

Standorte

Hier finden Sie Informationen zum Behandlungsplatz im Großraumaum Hannover.

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